Inspektionstechnik
Optische Prüfung von Oberflächenbeschaffenheiten
Durch die Automatisierung der Inspektion eliminieren wir den menschlichen Fehlerfaktor und steigern so die Qualität der Prüfung. Unsere Systeme basieren auf einem definierten Qualitätsstandard, wobei jede Abweichung zuverlässig identifiziert wird. Mit hochentwickelten 3D-Oberflächenprüfungen sowie präzisen Maßkontrollen garantieren wir eine exakte Analyse Ihrer Bauteile. Zudem ermöglichen unsere Anlagen die systematische Fehlerklassifizierung und eine genaue Zählung von Bauteilen, um eine lückenlose Qualitätsanalyse und -dokumentation sicherzustellen. Dadurch erhöhen wir die Effizienz Ihrer Prüfprozesse und reduzieren gleichzeitig den Zeitaufwand für die Qualitätskontrolle.
Das Prinzip der Oberflächeninspektion
Vom Handling über die Bildgewinnung bis zur finalen Entscheidung: Unsere Inspektionsanlagen prüfen Ihre Werkstückoberflächen in nur einem Wimpernschlag – zuverlässig, reproduzierbar und perfekt integrierbar in bestehende Fertigungsabläufe.
Inspektionstechnik
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Tools
Das passende Tool für Ihren Anwendungsfall
Neben der Oberflächenüberprüfung und Dimensionskontrolle kann bei Bedarf weitere Sensorik in die Anlagenkonzepte integriert werden.
2D-Kameratechnik
Die 2D-Bilderfassung basiert auf dem Prinzip des menschlichen Auges – Licht fällt auf ein Objekt, wird reflektiert und vom Auge erfasst. In unseren Anlagen werden über eine künstliche Beleuchtung Lichtstrahlen erzeugt, die vom Objekt reflektiert und von der Kamera erfasst werden. Die Auswahl der passenden Beleuchtung und Kamera ist dabei abhängig vom Anwendungsfall. Folgende Merkmale können mit der 2D-Kameratechnik überprüft werden:
- Farben und Farbabweichungen
- Flecken
- Beschädigungen und Kratzer
- Chargenvermischung
- Oberflächenglanz und -struktur
- Grat am Profil der Objekte
- Beschriftungen
3D-Kameratechnik
Die 3D-Bilderfassung knüpft dort an, wo die 2D-Kameratechnik ihre Grenzen erreicht, insbesondere mit Hinblick auf die Tiefenschärfe der Bilder, bzw. der Fähigkeit Höhenunterschiede zu erkennen. Zur Erstellung eines Höhenprofils wird das Bauteil mit einem Linienlaser beleuchtet. Der Laserstrahl wird reflektiert und von einer Kamera erfasst. Durch die Beleuchtung des Linienlasers, werden viele Schnittbilder erzeugt. Diese Teilinformationen des Bauteils werden durch die Software zu einem Gesamtobjekt zusammengesetzt.
Folgende Merkmale können mit der 3D-Kameratechnik überprüft werden:
- Geometrie und Form
- Durchbiegung der Objekte
- Beschädigungen und Kratzer
- Chargenvermischung
- Verklemmungen von Fremdteilen innerhalb von z.B. Bohrungen
- Beschriftungen
- Prägungen und Strukturen
2D-Kameratechnik zur Randinspektion
Aus geometrischen Gründen erfasst die 2D- und 3D-Kameratechnik nur die Ober- und Unterseite eines Objekts, nicht aber die Randflächen. Zur Inspektion der Randflächen wird eine spezielle 2D-Kamera in Kombination mit einem Ringlicht und einem katadioptrischen Objektiv eingesetzt.
Folgende Merkmale können mit der 2D-Kameratechnik zur Randinspektion überprüft werden:
- Beschädigungen/ Kratzer
- Chargenvermischung
- Beschriftungsfehler
Wirbelstrommessung
Die Wirbelstrommessung ist ein zerstörungsfreies Verfahren zur Überprüfung metallischer Oberflächen. Mithilfe hochfrequenter, elektromagnetischer Wechselwirkungen lassen sich verschiedene Materialhärten sowohl manuell als auch automatisch erkennen und analysieren. Diese Methode spielt eine entscheidende Rolle in der Qualitätssicherung, da sie den mechanischen Widerstand eines Werkstoffs gegen das Eindringen eines anderen Körpers misst.
EMS-Sensoren
Dieses Messprinzip zur Überprüfung der Elektromagnetischen Signatur wird heute weltweit in Automaten eingesetzt, in denen man mit Münzen bezahlt. Durch die induktive Prüfung der Münze, bzw. Münzronde werden Erkenntnisse gewonnen über die Materialzusammensetzung und/oder Beschichtung der Münze/Ronde. Die Messwerte des einzelnen Objektes werden mit einer Materialdatenbank abgeglichen und abhängig von der Abweichung zu den Referenzen, bzw. der als akzeptablen definieren Abweichung als gut oder schlecht bewertet.
Inspektionsanlagen SIT
Unsere Inspektionsanlagen prüfen die Oberflächen Ihrer Werkstücke nach definierten Qualitätsstandards – zuverlässig, wiederholbar und präzise. Dabei erkennen und klassifizieren sie Oberflächenfehler wie Kratzer, Risse oder Verunreinigungen. Zusätzlich ermöglichen sie exakte Maßkontrollen und Zählfunktionen – vollautomatisch und in Echtzeit. So erhalten Sie eine lückenlose Dokumentation der Qualitätslage Ihrer Produkte, was vor allem in Serienfertigungen oder sicherheitskritischen Anwendungen entscheidend ist.
Handling
Handlingbeispiele
Beispiel 1: Münzronde
Maße:
Dia 10-35 mm, Stärke 1 – 3,5 mm
Material:
alle Münzwerkstoffe
Merkmale:
Flecken, Farbunterschiede, Beschädigungen, Verformung
Tools:
2D- und 3D-Inspektion, Randinspektion und/oder EMS-Sensor optional
Inspizierte Seiten:
2
Automatisierungsgrad:
hoch
Geschwindigkeit:
bis zu 3000 Stk./min bei dia 20 mm
Beispiel 2: Münze/Medaille
Maße:
Dia 10-35 mm, Stärke 1 – 3,5 mm
Material:
alle Münzwerkstoffe
Merkmale:
Flecken, Farbunterschiede, Beschädigungen, Reliefdefekte, Verformung
Tools:
2D- und 3D-Kameratechnik, optional 2D-Kameratechnik zur Randinspektion und/oder EMS-Sensor
Inspizierte Seiten:
2
Automatisierungsgrad:
hoch
Geschwindigkeit:
bis zu 2000 Stk./min bei dia 20 mm
Inspektionstechnik für höchste Präzision
Unsere firmeneigene Softwareplattform wurde speziell für die flexible Anpassung an unterschiedliche Inspektionsaufgaben entwickelt. Sie ermöglicht eine differenzierte Fehlerklassifizierung, die Einbindung individueller Prüfparameter sowie eine umfassende statistische Auswertung der Ergebnisse. Damit können Trends erkannt, Prozessabweichungen frühzeitig identifiziert und Qualitätsdaten gezielt analysiert werden.
Kundenspezifisches Materialhandling
Der Transport, die Zuführung und die Handhabung der Werkstücke erfolgen über individuell entwickelte Handlingsysteme aus unserem eigenen Maschinenbau. Diese sind optimal auf die Anforderungen der eingesetzten Inspektionstechnik abgestimmt – von der Taktzeit über die Ausrichtung der Bauteile bis zur nahtlosen Integration in bestehende Produktionslinien.
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Inspektionstechnik
FAQ
Was ist eine Tellerfliehkraftanlage?
Eine Tellerfliehkraftanlage ist eine Gleitschleifanlage, bei der die Werkstücke zusammen mit den Schleifkörpern in einem Behälter bearbeitet werden und ein Rotationsteller im Boden die Prozessbewegung erzeugt. Dieser Teller setzt die Masse in eine kontrollierte, intensive Umlaufbewegung und sorgt so für eine sehr gleichmäßige Bearbeitung mit hoher Abtragsleistung, auch bei anspruchsvollen Oberflächen und Geometrien.
Abgrenzung zu Vibrationsanlagen: Während bei Vibrationsanlagen die Bewegung hauptsächlich über Schwingungen entsteht, arbeitet die Tellerfliehkraftanlage mit einer rotierenden, „mitziehenden“ Bewegung durch den Rotationsteller. Dadurch sind die Bearbeitungsprozesse oft schneller, intensiver und präziser steuerbar – insbesondere, wenn es um definierte Kantenverrundung, Entgraten oder Oberflächenfinish in kurzer Zeit geht.
Wie unterscheiden sich alkalische und saure Compounds in ihrer Wirkung?
Alkalische Compounds wirken vor allem als Reiniger. Sie sind besonders effektiv gegen Fett, Öl und Schmutzablagerungen. Saure Compounds hingegen dienen dem Beizen. Sie entfernen Oxide, Rost, Zunder und andere Verunreinigungen, sodass die Oberfläche gezielt für nachfolgende Bearbeitungsschritte vorbereitet wird. Dies können zum Beispiel Beschichtungen oder Lackierungen sein.
Können Compounds individuell angepasst oder kundenspezifisch entwickelt werden?
Ja, unter bestimmten Voraussetzungen ist eine individuelle Anpassung oder Neuentwicklung von Compounds möglich. Wenn für eine spezielle Anwendung eine maßgeschneiderte Zusammensetzung erforderlich ist, prüfen wir gerne die Umsetzbarkeit. Voraussetzung dafür ist, dass die geplante Anwendung eine entsprechende Prozessrelevanz und ein dauerhaftes Einsatzvolumen mit sich bringt. In diesem Fall kann unsere Entwicklung gezielt auf die Anwendung des Kunden abgestimmt werden – sowohl hinsichtlich der chemischen Eigenschaften als auch der prozessbezogenen Wirkung.
Welche Einflussfaktoren bestimmen die Dosierung der Compounds?
Die Dosierung von Compounds ist ein entscheidender Faktor für die Prozessqualität. In der Regel werden etwa 1,5 bis 2 % der Wassermenge als Compound zugesetzt. Darüber hinaus beeinflussen die Intensität der Bearbeitung, die gewählte Verfahrenstechnik sowie die Wasserhärte die optimale Dosierung.
Eine Überdosierung kann sich negativ auf das Bearbeitungsergebnis auswirken – insbesondere durch verstärkte Schaumbildung, die den Prozess stören und die Oberflächenqualität beeinträchtigen kann. Um eine gleichbleibend hohe Prozesssicherheit zu gewährleisten, sind unsere Anlagen mit automatischen Compound-Dosiereinrichtungen ausgestattet, die eine präzise und kontrollierte Zugabe ermöglichen.
Warum ist die Oberflächenbearbeitung von Münzrohlingen so wichtig?
Die Oberflächenbearbeitung von Münzrohlingen ist ein entscheidender Schritt in der Vorbereitung auf den Prägevorgang. Ziel ist es, eine saubere, glänzende und gleichmäßige Metalloberfläche zu erzeugen, die höchste Qualitätsstandards erfüllt.
Beim Polieren werden Oxide, Rückstände und andere Verunreinigungen entfernt. Gleichzeitig wird durch den Einsatz geeigneter Schleif- und Poliermedien eine feine Oberflächenstruktur geschaffen, die den Materialfluss während der Prägung verbessert. Dies trägt maßgeblich dazu bei, dass das Prägewerkzeug präzise und gleichmäßig auf den Rohling einwirken kann – ein entscheidender Faktor für die Detailgenauigkeit und Langlebigkeit der geprägten Münzen.
Die Endbearbeitung sollte idealerweise unmittelbar vor dem Prägevorgang erfolgen, um eine optimale Prägequalität sicherzustellen.
Welche Verfahrensmittel kommen in der Münzindustrie zum Einsatz?
In der Münzindustrie kommen speziell abgestimmte Verfahrensmittel zum Einsatz, um Münzrohlinge optimal für den Prägeprozess vorzubereiten. Dabei spielen sowohl chemische als auch mechanische Komponenten eine zentrale Rolle.
Die beim Polieren verwendeten Compounds lassen sich in zwei Hauptgruppen unterteilen:
- Beizcompounds auf Säurebasis entfernen Oxide und Verunreinigungen, die während der Herstellung, Lagerung oder des Transports entstehen.
- Poliercompounds auf alkalischer Basis sorgen für eine glatte, glänzende Oberfläche mit wasserabweisenden Eigenschaften. Dieser Effekt unterstützt ein effektives Trocknungsergebnis und verbessert die kurz- und mittelfristige Anlaufbeständigkeit der Rohlinge.
Zur mechanischen Bearbeitung werden hochwertige Poliermedien eingesetzt:
- Edelstahlmedien – meist in Form von Kugeln oder Satelliten – gelten als goldener Standard. Die zeichnen sich durch hohe Korrosionsbeständigkeit und eine kratzfreie Oberfläche aus, um die empfindlichen Rohlinge nicht zu beschädigen.
- Keramikmedien bieten eine leistungsstarke Alternative, insbesondere bei der Bearbeitung von Edelmetallen. Sie sind ebenfalls in Kugel- oder Satellitenform erhältlich und überzeugen durch hervorragende Oberflächeneigenschaften und chemische Beständigkeit. In Kombination mit Edelstahlmedien ermöglichen sie besonders feine Veredelungsergebnisse.